Asunción
Am 15. August, dem Marienfeiertag des Jahres 1537 gegründet, bewahrt die Hauptstadt Paraguays bis zur Stunde ihr koloniales Stadtprofil. Asunción verfügt über eine Unzahl von Parks, schattigen Alleen und Gärten im Bereich der Bucht des Río Paraguay.
Heute hat Asunción und die sie umgegebende Hauptstadtregion eine Einwohnerzahl von ca. 1.400.000 und bietet natürlich alles, was eine moderne und kosmopolitische Stadt nur bieten kann.
Die Straßen der Innenstadt verlaufen schachbrettartig und damit ist das Zentrum sehr übersichtlich. Die vielen Einbahnstraßen machen allerdings dem Autofahrer der fremd ist, oft erhebliche Mühe. Die wichtigsten Straßen in Richtung Innenstadt und wieder heraus sind die Avenida España und die Avenida Mcal. Lopez, die Eusebio Ayala und die Avenida Artigas.
Das Leben in Asunción erinnert an das typische, quirlige, bunte südländische Leben. Die vielen Straßenverkäufer und kleinere Märkte, auf denen man nach Belieben auch handeln kann, prägen das Stadtbild.
Itaipu Binacional
Das Wasserkraftwerk Itaipu , daß größte der Welt, ist ein binationales Unternehmen zwischen Brasilien und Paraguay, 14 Km von der Internationalen Brücke (die Brücke der Freundschaft) entfernt, die beide Länder miteinander verbindet .
Das Gebiet des Projektes erstreckt sich von Foz de Iguacu (Brasilien) und Ciudad del Este (Paraguay), im Süden, bis Guaira (Brasilien) und Salto del Guaira (Paraguay), im Norden.
Im Jahre 1974 legte "Itaipu Binacional" ihre anfängliche Grundstrategie fest, mit dem Ziel, bis zum Jahr 1983 mit der Stromerzeugung der ersten Einheit anzufangen. Der Anfang der Bauarbeiten war für das 2. Halbjahr 1975 vorgesehen. Dies bedeutete eine Dauer von knapp 8 Jahren für Bau und Montage der Anlagen.
Eine aussergewöhnliche Aufgabe stand bevor, die viele Arbeitsplätze schaffen und sich durch das riesige Bau – und Strukturvolumen auszeichnen würde.
Die Inbetriebnahme des Wasserkraftwerkes Itaipu begann offiziell am 5. Mai 1984, mit der Generatoren Einheit Nr.1 – 50 Hz, zusammen mit dem paraguayischen System.
Zahlen und Vergleiche:
Die bei dem Bau von Itaipu verbrauchte Gesamtmenge an Beton, etwa 12,3 Mio. qm, wäre ausreichend, um 210 Fussballstadien von der Grösse des Maracana Stadions (Rio de Janeiro, Brasilien) zu bauen.
Mit dem in Itaipu verbrauchten Eisen und Baustahl könnte man 380 Eiffeltürme bauen.
Der Hochwasserüberlauf Itaipus, mit einem maximalen Abfluss von 62,2 Mio. qm, entspricht der vierzigfachen durchschnittlichen Durchflussmenge der Iguacu – Wasserfälle.
Die Wasserfälle von Iguacu
Befinden sich an der Grenze zu Argentinien und Brasilien, 19 Km vom zusammentreffen der Flüsse Parana und Yguazu. Es sind die größten und mächtigsten Wasserfälle ganz Südamerikas. Der Hauptteil ist 20 Meter höher als der von Niagara.
Der Fluss Rio Yguazu (in Guarani: Y=Wasser Guazu=Groß) hat seinen Ursprung in den Bergen von Brasilia, und enthält sein Wasser aus etwa 30 Zuflüssen. Vor den Wasserfällen gibt es noch eine Inselgruppe, die den Fluss auf eine Breite von 4 Km ausdehnt. Westlich gibt es einen Fall von etwa 60 Metern Höhe mit 2.500 Meter langen Kaskaden. Pro Sekunde stürzen ca. 1.750 Kubikmeter Wasser herab.
Durch den Aufprall des Wassers auf den Basaltstein bildet sich eine ständige Wolke von ca. 30 Meter Höhe, die zusammen mit der Sonne schimmernde Regenbögen formt.
Im Flachwasser kann man Begonien, Orchideen, Farne und Palmen mit Tukanen, Papageien, scheuen Kolibris und Tausender Schmetterlinge (mindestens 500 Arten) finden.
Auf den Wegen kann einem auch schon mal ein Nasenbär oder eine Echse begegnen.
Ein Naturspektakel der Besonderen Art, daß auf jeden Fall ein Besuch Wert ist .
Independencia
Die Kolonie Independencia (Unabhängigkeit) ist eine um 1919 gegründete Ansiedlung von Deutschen. Zu dieser Zeit fanden die Einwanderer Umstände vor, die man sich jetzt bei einem Besuch der Kolonie Independencia kaum noch vorstellen kann. Das ganze Gebiet war reiner Urwald, es gab keine Asphaltstrassen geschweige denn auch nur Ansätze einer Infrastruktur. Fährt man heute durch die Kolonie, erinnert nichts mehr an die schweren Anfänge der „ersten Siedler“. Independencia ähnelt keiner Stadt in Deutschland oder einem typischen Touristenort.
Independencia erstreckt sich über eine Fläche von 40 x 50 Km in dem ca. 31.000 Paraguayer zusammen mit ca. 4.000 Deutschstämmigen leben. Und obwohl es für Paraguayische Verhältnisse relativ dicht besiedelt ist, ist es doch für Deutsche Verhältnisse sehr dünn Bewohnt.
Die Kolonie bietet soweit alles was das Tägliche Leben fordert; Asphaltierte Zufahrtstrasse, Telefon, Strom, Internet, Satellitenfernsehen, Krankenversorgung, Schulen, Kirchen, Metzger, Mechaniker, Feuerwehr und Polizei sowie diverse Einkaufsmöglichkeiten.
Erst 1987 ist aus der „Kolonie“ eine richtige Gemeinde geworden. Deshalb ist es heute auch offiziell "Ciudad (Stadt) de Independencia".
Trotzdem sind die Deutschen in Independencia zum großen Teil sehr eigensinnige Leute , Mißgunst und Neid spielen eine Große Rolle , was es auch schwer macht ein Geschäft aufzubauen .
Nichts desto Trotz ist die Region um Independencia unbestritten die landschaftlich schönste, allein durch das Ybyturuzú-Gebirge mit dem höchsten Punkt in Paraguay, dem Berg Acati (ca. 870 Meter) auf dessen Spitze eine 200 Meter hohe Antenne errichtet ist.





